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Warum Biomode kaufen ?

 

 

Das Bewusstsein für Bio und Nachhaltigkeit in unserer Gesellschaft steigt. Wir sehen den Trend deutlich bei der Ernährung, sind doch in den letzten Jahrzehnten die Bio-Supermärkte und die Anzahle der Bio-Produkte in den konventionellen Supermärkten deutlich angestiegen. Aber auch bei der Mode legen die Verbraucher immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen für die Hersteller.

Was ist genau unter Bio-Mode zu verstehen ?

Bio-Textilien sind grundsätzlich frei von Schadstoffen und schädlichen Chemikalien, die zur Düngung oder Schädlingsvermeidung an der Pflanze eingesetzt werden. Die Fasern stammen aus kontrolliertem biologischen Anbau. Das ist umweltfreundlich, da keine vergifteten Abwässer wieder zurück ins Ökosystem gelangen. Außerdem ist es für uns Verbraucher gesünder, da wir so keine krebserregenden Materialien auf der Haut tragen. Wenn man bedenkt, dass die Aufnahmefähigkeit der Haut im Vergleich zum Darm um ein Vielfaches höher ist, sollten wir bei der Auswahl unserer Kleidung mindestens genauso aufmerksam sein wie bei der Auswahl unserer Nahrungsmittel. Allein die Bezeichnung bio auf einem Label garantiert jedoch nicht die faire, umweltfreundliche Herstellung. Besser ist es, auf seriöse Siegel zu achten, die die Einhaltung von Richtlinien im Produktions- und Weiterverarbeitungsprozess garantieren. Beispiele hierfür sind das GOTS-Siegel, Fair Wear Foundation, Naturland oder IVN. Öko- und Fairtradesiegel sichern den Anteil an biologisch erzeugten Fasern in einem Kleidungsstück und/oder die sozialen Standards, unter denen hergestellt wurde, im Idealfall die komplette Produktionskette. Durch Etablierung von Handelspartnerschaften wird es auch kleinen Produzenten möglich gemacht, auf dem Weltmarkt zu bestehen.

Wichtig ist es außerdem, auf die Herstellungsbedingungen der Textilien zu achten. Die Ausbeutung von Arbeitskräften sollten Verbraucher nicht unterstützen. Die Ausbeutung von Arbeitern und auch Kindern zieht sich durch die gesamte Textilbranche undbetrifft nicht nur die Billigmodemarken, wie viele glauben. In zahlreichen Ländern verdienen Arbeiter in der Textilbranche nicht einmal die Hälfte des dortigen Mindestlohns. Näher/innen arbeiten ohne soziale Absicherung, geregelte Arbeitszeiten und unter kaum zumutbarem Leistungsdruck. Die Baumwollbauern können oft dem Preisdruck der großen Textilkonzerne nicht standhalten. 

Das steigende Bewusstsein für veganen Lebensstil hat ebenfalls die Modebranche erfasst und neue Anforderungen an Textilhersteller hervorgebracht. Vegane Mode wird ohne jegliche Bestandteile tierischen Ursprungs hergestellt - wie zum Beispiel Wolle, Seide, Leder, Horn, Kleber mit tierischen Komponenten etc.

Mit dem Kauf von ökologischer Kleidung und veganer Mode leisten wir Verbraucher nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz und besseren Lebensbedingungen von Menschen und Tieren, sondern tun auch etwas für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wer möchte schon durch seine Kleidung Giftstoffe in seinen Körper transportieren, die Allergien oder im schlimmsten Fall Krebs erzeugen können ?

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